Nachruf: Röthleiner Urgestein Walter Bräutigam ist tot.

Walter Bräutigam – der langjähriger Vorsitzender, Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender des Volkstrachtenvereins Röthlein ist am Samstag 7.März im Leopoldinakrankenhaus in Schweinfurt im Alter von 88 Jahren gestorben.

Im Februar 1960 trat er dem Volkstrachtenverein Röthlein bei. Insgesamt 20 Jahre war er dessen Vorsitzender und wurde anschließend zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

In seiner ersten Periode 1973-1979 wurde vor allem das neu errichtete Trachtenheim ausgebaut und der Trachtenplatz in der Friedhofstraße hergerichtet. Später erfolgte der Anbau der Halle mit neuer Toilettenanlage und die Erweiterung der Unterstellmöglichkeiten.

Unter seiner 20-jährigen Vereinsführung wurde zudem das offene Liedersingen und der Dreikönigstanz ins Leben gerufen. Mehrere Besuche des Oktoberfestes in München mit der Teilnahme am Trachten- und Schützenzug organisierte er ebenso wie zwei Bezirkstrachtenfeste. Gegen Widerstände setzte er sich unermüdlich für die Röthleiner Plankirchweih ein. Durch seine guten Kontakte und den Einsatz bei den Anwohnern trug er dazu bei, dass die Plankirchweih 1988 erstmals durchgeführt werden konnte. Als besondere Attraktion sprang Bräutigam in Tracht mit Bierhahn und Bierknüpfel in der Hand aus 2500 Meter Höhe und landete nicht – wie geplant – sicher auf dem Sportplatz, sondern für die nächsten sechs Monate mit einem komplizierten Schienbeinbruch im Krankenhaus. Zum 20-jährigen Bestehen der Plankirchweih erhielt Walter 2008 die Dankurkunde der Gemeinde.

Bis zu Letzt besuchte er die Feste des Trachtenvereins Röthlein mit seiner Lebensgefährtin Martha Hofmann und half, solange er konnte, bei den Festvorbereitungen und auch bei den Baumaßnahmen des Trachtenvereins mit.

Für seine Dienste zur Erhaltung der Tracht und der Tradition und seinem vielseitigen ehrenamtlichen Engagement wurde er 2007 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet und der Landkreis Schweinfurt ernannt ihn 2024 zum einem seiner Ehrenbürger.

Am kommenden Freitag, 13. März um 14:30 Uhr, werden wir uns von Walter Bräutigam in einem Trauergottesdienst in der Pfarrkirche in Röthlein mit der anschließenden Beisetzung verabschieden.

Albert Hein, Vorsitzender Volkstrachtenverein Röthlein

Nachruf für Wolfgang Gößmann

Werte Trachtlerinnen und Trachtler

Der Sennfelder Trachtenverein muss Abschied von Wolfgang Gößmann nehmen.

Die Mitglieder sind tief betroffen über seinen plötzlichen Tod.

Wolfgang hat den Verein von 2011-2013 als 2. Vorsitzender und seit 2013 als 2. Kassier im Ehrenamt unterstützt.

Mit ihm verliert der Verein einen hilfsbereiten, freundlichen, engagierten und wertvollen Kameraden und Freund.

Wolfgang war immer bereit zu helfen und hat weit über seine Verantwortung als 2. Kassier hinaus den Sennfelder Trachtenverein unterstützt.

Seine Zuverlässigkeit, sowohl in der Tanzgruppe als auch in der Vereinsverwaltung, wird schwer zu ersetzen sein.

Lieber Wolfgang, vergelts Gott

Helmut Büschel, 1.Vorsitzender

Nachruf für Wolfgang Baum

Für die Trachtenbewegung gelebt.

Das langjährige Ehrenmitglied des Historischen Burschenvereins Sommerhausen, Wolfgang Baum, ist im Alter von 83 Jahren verstorben.

Er war in jungen Jahren schon für den Verein als Trachtler aktiv.
1952 trat er dem Burschenverein bei.
Er war 1972 bis 1982 2. Vorsitzender und war insgesamt 33 Jahre im Vereinsschuss tätig.
Wolfgang Baum organisierte jahrelang den Vereinsflug und erstellte auch eine Neufassung unserer Vereinschronik.
Für seine langjährige Mitarbeit im Verein wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

2012 wurde er für 60 Jahre Mitgliedschaft im Burschenverein Sommerhausen im Trachtenverband Unterfranken und in der Vereinigung links der Donau geehrt.

Mit dem Tod von Wolfgang Baum verliert der Burschenverein eines seiner längsten und treuesten Mitglied.
Der Historische Burschenverein wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Nachruf für Peter Kluge

S‘ Feieramd – das Tagwerk ist vollbracht
S geht alles seiner Heimat zu
Ganz sachte schleicht die Nacht

Ja mit dem Feierabendlied haben wir zusammen mit Peter Kluge bei zahlreichen Auftritten der Galderschummer Schlapperflicker den Kehrausreigen beendet. Und nun ist auch Peters musikalisches Leben beendet.

Wir nehmen Abschied von Peter Kluge, unserem Schlapperflickerkollegen, Vereinsmusiker im Verein f. Heimat- u. Brauchtumspflege Geldersheim und Ehrenmitglied und ehemaligen Gaumusikwart im Trachtenverband Unterfranken.

Peter Kluge tat 1989 seinen ersten Schritt in die Gemeinschaft der Trachtler und begleitete eine gemeinsame Tanzgruppe von Schweinfurter, Röthleiner und Euerbacher Trachtlern bei einem Besuch in Schweinfurts Partnerstadt Chateaudun. In der gleichen Zeit gründete sich in Geldersheim die Volktanzgruppe und Peter wurde unser Galderschummer Vereinsmusiker. Er trat dem Verein 1993 bei. Er hat uns bis 2019 bei den Auftritten aufgespielt und zahlreiche Tanzproben zu einem geselligen Liederabend verwandelt. Selbst heuer im Sommer, als Vereinstreffen wieder möglich waren, ließ er es nicht nehmen mal wieder zu uns zur Tanzprobe zu kommen.

1995 wurde er an der Bezirksversammlung des Trachtenverbandes Unterfranken in Reichenbach zum Gaumusikwart gewählt und begleitete dieses Ehrenamt bis zum Jahr 2011. In dieser Zeit organisierte er zahlreiche Musikantenschulungen für die Unterfränkischen Trachtenvereine und vertrat den Gauverband auf überörtlichen Veranstaltungen und Versammlungen des Bayerischen Trachtenverbandes. Er war über die Grenzen Unterfrankens hinaus bekannt und sehr geschätzt. Bei zahlreichen Veranstaltungen trat er mit seinem Akkordeon zum Wirtshaussingen auf und brachte den Menschen Stimmung und Freude, wenn sie mit Herzenslust mit ihm zusammen singen konnten. Im Jahr 2012 ernannten ihn die Unterfränkischen Trachtler in dankbarer Anerkennung seiner musikalischen Lebensleistung zum Gauehrenmitglied.

Neben seinem Wirken im Geldersheimer Heimatverein und dem Trachtenverband trat er bereits 1991 der Volksmusikgruppe „Die Galderschummer Schlapperflicker“ bei, für die er bis 2011 das musikalische Herzstück war. Er hat für die Schlapperflicker viele Stücke geschrieben bzw. neu arrangiert. Legendär waren die Auftritte an der Zürchkirchweih in Schweinfurt, wo wir durch die Reihen gegangen sind und ohne Verstärker Musik gemacht und gesungen haben. Bei fast jedem Auftritt der Schlapperflicker haben mir mit dem Musikstück „Der Humtscher“ begonnen, das Peter für uns arrangiert hat.

Heuer im September zu seinem 80. Geburtstag haben ihm Musikkollegen der Galderschummer Schlapperflicker ein Ständerle gespielt. Er war zu Tränen gerührt und freute sich sehr. Wir sprachen lange über unsere gemeinsame Zeit und alles drehte sich um die Musik. Er bedauerte es sehr, dass er die Kraft und die Fingerfertigkeit nicht mehr hatte, auf seinem Akkordeon zu spielen. Seine Krankheit machte ihm einfach zu schaffen. Und schließlich hat nun am 08.12.2020 sein Musikantenherz aufgehört zu schlagen.

Ja lieber Peter, s is Feieramd – Dein Tagwerk ist vollbracht!
Wir alle werden dich in guter Erinnerung behalten und an Dich denken. Auch wenn dich heute aufgrund der Corona-Beschränkungen die Trachtler und Musikanten nicht auf deinem letzten Weg begleiten dürfen und sich die Vereinsfahne und die Gaufahne nicht über deinem Grab verneigen dürfen, so sind wir im Herzen dabei. Ruhe sanft.

In kameradschaftlicher Verbundenheit
Oliver Brust
Im Namen der Trachtlerinnen und Trachtler aus Unterfranken sowie dem Verein f. Heimat- und Brauchtumspflege Geldersheim und der ehemaligen Volksmusikgruppe „Die Galderschummer Schlapperflicker“